Forschung

Das Kompetenzzentrum beschäftigt sich mit der kulturwissenschaftlichen Erforschung der Kategorie Raum. Im Zuge des spatial turn in den Kultur- und Sozialwissenschaften seit den 1980er Jahren wurden sowohl grundlegende Arbeiten zur Raumtheorie als auch diachrone und synchrone Einzeluntersuchungen zur kulturellen Bedeutung der Raumwahrnehmung vorgelegt (vgl. etwa Arbeiten zur Erfindung der Zentralperspektive oder zur Bedeutung von Navigation und Kartographie für die europäische koloniale Expansion).  Zu Beginn des neuen Jahrtausends tritt die Globalisierung in eine neue Phase ein, und die dadurch entstehenden medialen, politisch-ökonomischen, ökologischen und ethischen Herausforderungen sind meist topographisch zu fassen – man denke nur an Stichworte wie global village, Zugang zu und Partizipation an Ressourcen, Kulturkontakt, Migration, ethnisch-religiöse und territoriale Konflikte, Klimawandel. Europa beschäftigt sich mit der Bewältigung seines Einigungsprozesses, seiner Grenzerweiterungen und seiner Rolle in der Welt.

Aufbauend auf vorhandenen Stärken und thematischen Interessen wird das Forschungsgebiet Kulturelle Topographien in vier Forschungsachsen unterteilt. Innerhalb jedes Schwerpunktes ist ein spezifischer Bezug zur Schweiz bzw. zum Raum Basel ausgewiesen, denn Basel als Stadt mit bedeutender Geschichte, mitten in Europa in einem Dreiländereck gelegen und als Schweizer Stadt doch Teil eines besonderen Weges ist der ideale Ort, um diesen Fragen nachzugehen.